Von Hoi An nach Da Lat

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Dieser Beitrag wird ein Beitrag der anderen Art. Er wird sich nicht um einen Ort drehen, sondern um ein paar Erlebnisse an unterschiedlichen Orten zwischen Hoi An und Da Lat.

Auf nach Quy Nhon

Wir ließen Hoi An hinter uns und fuhren mit dem öffentlichen Bus zurück nach Da Nang. Von dort hatten wir einen Bus nach Quy Nhon gebucht. Wir hatten einen guten zeitlichen Puffer eingeplant und brauchten auch lange, bis wir herausgefunden hatten, dass unser Bus nicht am Busbahnhof, sondern vor dem Büro des Busunternehmens in der Nähe des Busbahnhofes abfuhr. Den Puffer hätten wir jedoch überhaupt nicht benötigt, da der Bus zwei Stunden Verspätung hatte. So hatten wir Zeit Proviant einzukaufen und eine Stärkung in einem Cafe zu uns zu nehmen. Das Busunternehmen war leider eine absolute Katastrophe. Der Bus war ganz schön klapprig, die Mitarbeiter kümmerten sich nicht um die Fahrgäste und eine Pause (auf einer 6h-Fahrt) war erst eine halbe Stunde vor Ankunft eingeplant! Eine ältere Frau äußerte den Wunsch nach einer Toilettenpause, woraufhin der Fahrer am Straßenrand anhielt und die Frau sich ins Gebüsch neben dem Bus setzte. In dem Moment war das für mich, Sandra, keine Option. Die letzte Stunde schaffte ich dann auch noch! Nach dieser schrecklichen Fahrt waren wir froh als wir in Quy Nhon ankamen und uns die Füße auf dem Weg zum Hostel etwas vertreten konnten!

Quy Nhon ist ein kleines Städtchen direkt am Meer und liegt nicht auf der Standardroute der Vietnam-Reisenden, weswegen die „normalen“ touristischen Busse den Ort nicht anfahren. Es ist vor allem bei vietnamesischen Touristen beliebt und bietet ein paar schöne, lange Sandstrände. Ein bisschen am Strand entspannen, war auch unser Plan für die nächsten Tage. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, es war die meiste Zeit ziemlich grau und regnete immer mal wieder.

Wir fielen auf in den Straßen von Quy Nhon und wurden mit neugierigen und meist freundlichen Blicken beobachtet! Englisch konnten die wenigsten, aber irgendwie klappte es auch ohne. Im Hostel wurden wir sehr freundlich empfangen und bei Fragen, versuchten die Mitarbeiter uns immer irgendwie zu helfen (ein Hoch auf Google-Übersetzer)!

Ruhige Tage in Quy Nhon

Die Tage ließen wir ziemlich entspannt angehen. Wir schlenderten durch die Straßen und zum Stadtstrand, tranken Cafe, schrieben am Blog und gingen in einem großen, gut sortierten Supermarkt einkaufen! Da es im Hostel eine kleine Küche gab, versorgten wir uns ein bisschen selbst. Zum Mittag gab es Käsebrötchen, eine herrliche Abwechslung zum vietnamesischen Essen!

Zu Abend aßen wir in kleinen Restaurants auswärts. Im Hostel fragten wir nach einem Restaurant für gute Banh Xeo, woraufhin uns eine der Mitarbeiterinnen einfach mit ihrem Roller zu einem Restaurant brachte! In dem Restaurant war man etwas schockiert als wir reinkamen und es wurde kurz diskutiert, wer uns nun bedienen muss. Ein Mädchen wurde zu uns geschickt und mit Händen und Füßen klappte die Bestellung ganz einfach! Nachdem wir unsere Pancakes und die restlichen Zutaten bekommen hatten, fingen wir an diese so in Reispapier zu wickeln, wie wir es im Kochkurs gelernt hatten. Das war für die Banh Xeo Quy Nhon‘s aber falsch, denn der Chef kam sofort zu uns und zeigte uns erstmal wie das funktioniert! 😀 Das wird scheinbar überall anders gemacht! Es schmeckte sehr lecker, sodass wir noch ein zweites Mal dorthin gingen!

Mit dem Zug nach Nha Trang

Mit dem Busunternehmen unserer Hinfahrt wollten wir auf keinen Fall weiterreisen, weswegen wir den Zug nahmen, der aber nur bis Nha Trang fuhr. Nach Nha Trang wollten wir eigentlich auf keinen Fall (bekannt als „Russen-Ballermann“), aber besser als mit dem Bus fahren zu müssen. Am Tag unserer Abreise fuhren wir mit dem Taxi zum kleinen Bahnhof nach Quy Nhon, wo der Zug schon bereit stand. Der war super alt, aber die Sitze waren bequem und zum Teil ging es wieder direkt an der Küste entlang! Am Abend kamen wir in Nha Trang an und bezogen unser schönes Airbnb-Appartement! Wir entschieden uns zwei Nächte zu bleiben, um uns Nha Trang wenigsten ein bisschen anzuschauen. Nach unserer Ankunft gingen wir etwas essen und spazierten ein bisschen an der Strandpromenade entlang. Es war einiges los, aber riesige Clubs und laute Bars konnten wir nicht entdecken. Als wir nach der Erkundungstour zurück in unserem Zimmer waren, fielen wir erschöpft von dem langen Tag ins Bett.

Ein Tag in Nha Trang

Am nächsten Morgen schlenderten wir durch die Straßen und an der Strandpromenade entlang. Hier gab es viele große Hotels und man war ganz klar auf die russischen Touristen eingestellt. Viele Schilder waren auf Russisch und auch die Speisekarten der Restaurants waren dreisprachig. Besonders schön war die Stadt nicht, weswegen wir nach einem Kaffee in unser Appartement zurückkehrten. Am Abend gingen wir in ein Suppenrestaurant, um eine Fischsuppe zu essen. Die Leute dort waren interessant und die Suppe war nicht unbedingt der Knaller. Am wenigsten schmeckten uns die Quallenstückchen… Gut, hatten wir das auch mal probiert.

Damit endete unsere Zeit in Nha Trang und es war nicht so schlimm, wie erwartet. Besonders gut hat es uns dort aber nicht gefallen, sodass wir froh waren, als es am nächsten Morgen mit dem Bus weiter nach Da Lat ging. Dorthin fuhren wir mit einem anderen Busunternehmen und das war klasse! Alle waren sehr freundlich, der Bus war gut in Schuss und eine kurze Paus war auch eingeplant! Die Fahrt war sehr angenehm und die Strecke durch die Berge bot tolle Ausblicke! Entspannt kamen wir gegen Nachmittag in Da Lat an und wurden mit einem kostenlosen Shuttle vom Busbahnhof zu unserem Airbnb gebracht!