Melaka

-


Melaka soll eine der schönsten Städte Malaysias sein und vor allem die Altstadt muss wunderschön sein (gehört seit 2008 zum Unesco Weltkulturerbe). Allerdings hört man auch, dass Melaka vor allem bei asiatischen Touristen hoch im Kurs steht und diese lieben Kitsch, was man der Stadt wohl sofort ansehen kann.

Zwischenstopp in Melaka

Wir wollten uns selbst ein Bild machen und legten deshalb auf unserem Weg nach Singapur einen kurzen Zwischenstopp in Melaka ein. Am späten Nachmittag kamen wir mit dem Bus in Melaka an und checkten in unserem Hotel ein. Auf der Fahrt vom Busbahnhof zum Hotel erwähnten wir unserem Grab-Fahrer gegenüber, dass wir aus Deutschland kommen. Daraufhin gab es für ihn nur noch ein Thema – die Bundesliga! Das haben wir aber nicht nur in Melaka erlebt, sondern in ganz Malaysia. Die Bundesliga ist anscheinend eine der drei Fußball-Ligen, die in Malaysia verfolgt wird. Gut, dass wir uns damit überhaupt nicht auskennen!

Nach dem Einchecken erkundeten wir die Stadt, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen und Abendessen zu finden. Fündig wurden wir bei einem Openair-Foodcourt, wo für uns schnell noch ein weiterer Tisch aufgebaut wurde. Als eine Straßenmusikerin noch ein paar Lieder zum Besten gab, war die entspannte Atmosphäre perfekt!

Die Fahrradrikschas von Melaka

Nach dem Essen schlenderten wir noch ein bisschen durch die Altstadtgassen und so auf den ersten Blick machte Melaka einen ganz gemütlichen Eindruck. Es gab ein paar nette Restaurants und Bars und die schmalen Gassen versprühten einen mediterranen Charme (Überbleibsel der kolonialen Vergangenheit). Auf dem Heimweg konnten wir erleben, wofür Melaka mittlerweile noch berühmt ist: kunterbunt beleuchte Fahrradrikschas, die in Disneymottos geschmückt sind und lautstarke, an die Fahrgäste angepasste Musik abspielen! Nicht so ganz unser Geschmack, aber die Asiaten scheinen es zu lieben!

Erkundungstour in der Stadt

Am nächsten Morgen starteten wir mit einem leckeren Frühstück in den Tag und ließen uns dann einfach ein wenig durch die Altstadt treiben. Dabei kamen wir an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Vom St. Pauls Hill genossen wir den Ausblick auf die Stadt. Von der St. Pauls Church, die auf dem Hügel steht und ein Überbleibsel der Portugiesen ist, ist nicht mehr viel übrig. Von dort gelangten wir zum roten Platz, auf dem das Stadthuys (das ehemalige Rathaus), die Christ Church und der Clocktower nebeneinander liegen. Diese komplett in rot gehaltenen Bauwerke sind Überbleibsel der Holländer.

Die bekannteste Straße ist die Jonker Street mitten in Chinatown. Hier bewunderten wir die vielen chinesischen Shophäuser und probierten eine Spezialtät Melakas: Chicken Rice Balls – Lecker! Den Nachtmarkt konnten wir leider nicht miterleben, da dieser nur am Wochenende stattfindet.

Auch die Multikulturalität Malaysias wird in Melaka wieder deutlich. Fast nebeneinander liegen ein chinesischer Tempel und eine Moschee und auch die St. Francis Xavier Church ist nicht weit entfernt. Direkt auf den ersten Blick fällt auf, dass die Kirche ziemlich schief ist (auf dem Bild kommt das aber nicht ganz so rüber).

Der Melaka River zieht sich direkt an der Altstadt entlang und die Promenade ist für asiatische Verhältnisse sehr gut ausgebaut, sodass der Fluss zum Entlangschlendern einlädt. Vor allem am Abend kann man sich dort gemütlich in einer der Bars niederlassen und den Tag ausklingen lassen. Das taten wir an diesem Abend und gönnten uns einen leckeren Apple Cider.

Grenzübertritt auf dem Landweg

Damit ging unsere Zeit in Melaka zu Ende. Am nächsten Morgen fuhren wir zum Busbahnhof und kauften Bustickets für den nächsten Bus nach Singapur. Nach ca. drei Stunden Fahrt kamen wir in Johor Baru, der Grenzstadt auf malaysischer Seite an. Das war das erste Mal, dass wir über den Landweg so richtig mit Passkontrolle in ein neues Land einreisten (in Europa haben wir es schon sehr schön!). Sehr spannend, aber das ist wahrscheinlich einer der unkompliziertesten Grenzübergänge überhaupt! Zuerst mussten wir aus dem Bus aussteigen und uns bei der malaysischen Immigration den Ausreisestempel aus Malaysia holen. Dann ging es mit dem Bus ein Stück weiter zur singapurischen Immigration. Dieses Mal mussten wir unser Gepäck mitnehmen und durch einen Security Check gehen. Danach bekamen wir unseren Einreisestempel! Wie auch in Malaysia bekommt man hier kostenlos eine Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage. Easy peasy! Der Bus brachte uns noch ins Zentrum von Singapur, von wo unsere Tage in Singapur starten sollten!


Unser Fazit zu Melaka: Melaka ist eine wirklich süße Stadt, die zwei Tage haben aber vollkommen ausgereicht, um alles zu erkunden! Touristisch ist es schon, aber überfüllt kam es uns nicht vor (wir waren aber auch nicht am Wochenende dort). Die Fahrradrikschas sind wirklich kitschig, aber als Westerner wird man gar nicht so häufig von den Fahrern angequatscht!;)


Weitere Eindrücke