Bangkok – Teil 1

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Das erste Ziel unserer Südostasien-Reise

Los ging es am 28.3.2019 von München direkt nach Bangkok, lange haben wir auf diesen Moment hingefiebert und viele Dinge erledigt, die vor einer solchen Reise geklärt werden müssen (Impfungen, Krankenversicherungen, Visa, Kreditkarten, Auszug aus der Wohnung…)! Als wir dann im Flieger saßen viel die Anspannung der letzten Wochen ab und wir freuten uns auf das was kommen sollte! Fragen über Fragen schwirrten uns durch den Kopf:

  • Wie wird Bangkok wohl sein?
  • Ist es so laut, chaotisch und voll wie man immer hört?
  • Ist es wirklich so heiß, auch in der Nacht? (Wir waren beide noch nie in den Tropen oder in Asien.)
  • Werden wir uns in dieser riesigen Stadt zurechtfinden?
  • Wie kommen wir vom Flughafen in unser Hotel?
  • Wie schmeckt das Essen, ist es sehr scharf und kann man an den Straßenküchen etwas essen, ohne es später zu bereuen?

Nach 12 Stunden Flug konnten wir zumindest eine Frage schon einmal beantworten:
Ja, es ist verdammt warm! Sogar um 6 Uhr, als die Sonne gerade aufging, brannte die Hitze auf der Haut und die feuchte Luft schlug uns ins Gesicht als wir aus der Boeing stiegen, die uns um die halbe Welt gebracht hatte. Zum Glück wartete am Boden auch schon ein klimatisierter Bus, der uns gefühlt kreuz und quer über den halben Flughafen fuhr.

Nach einer problemlosen Einreise haben wir uns mithilfe von Google Maps direkt sehr gut zurechtgefunden und sind trotz mehrmaligen Umsteigens mit dem Zug gut in unserer Unterkunft angekommen. Unsere Unterkunft lag in einer ruhigen Seitenstraße in Sathorn, einem modernen Geschäftsviertel Bangkoks. Die Anbindung an das Bahnnetz und auch zu den Wassertaxis auf dem Chaopraya River war sehr gut. Mithilfe der Wassertaxis können einige wichtige Sehenswürdigkeiten bequem angesteuert werden, ohne sich durch die Straßen Bangkoks quälen zu müssen. Hier muss man allerdings ein bisschen aufpassen, da es zum einen Touri-Boote und zum anderen die regulären Wassertaxis gibt, die natürlich deutlich günstiger sind. Die Anbieter der Touri-Boote versuchen gerne, die Touristen abzufangen und auf die teureren Boote zu lotsen. Die Aussicht von der Dachterrasse unserer Unterkunft war super und es gab einen Pool, das und die Lage waren aber auch schon alle Vorzüge!;)

Eine Woche hatten wir für Bangkok eingeplant, um die Stadt in Ruhe entdecken zu können, den Jetlag zu überwinden und uns an die Hitze zu gewöhnen. Meistens haben wir etwas länger geschlafen, sind dann gemütlich losgezogen und haben die ersten Eindrücke auf uns wirken lassen. Es war laut, heiß und auf den großen Straßen herrschte meistens Chaos – Wir haben wirklich sehr viel geschwitzt! Aber es war auch total spannend das Treiben zu beobachten. Die Gehwege waren meist nicht als solche zu erkennen, da sie entweder vollgestellt waren mit Garküchen, Tischen und Plastikhockern, als Parkplatz verwendet oder anderweitig zweckentfremdet wurden. In den Garküchen saß zum Mittagessen ein buntes Publikum, so schlecht konnte das Essen also gar nicht sein! Auf den großen Straßen standen die Autos fast immer, während sich die Rollerfahrer zwischen dem stehenden Verkehr soweit es ging hindurchschlängelten – Wir hatten weniger Autos, aber mehr Roller erwartet. Sathorn war sehr modern und relativ sauber, andere Ecken waren aber auch heruntergekommen, dreckig und stinkig (wir haben es den „Bangkok-Smell“ getauft und den sollten wir noch in vielen anderen Städten wahrnehmen).

Sightseeing in Bangkok

Für die ersten Tage hatten wir uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorgenommen und waren viel zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Zum einen kommt man mit ihnen deutlich schneller von A nach B und zum anderen hatten wir die schlimmsten Geschichten über die Bangkoker Taxi- und TukTuk-Fahrer gehört. Dies bedeutete jedoch, dass wir nie direkt zu unseren Zielen gefahren wurden, sondern meist noch ein Stück laufen mussten. Da wir Städte am liebsten zu Fuß erkunden, war das überhaupt nicht schlimm!

Als erstes stand der Königspalast auf unserer Liste, der sehr gut mit dem Wassertaxi zu erreichen ist. In der Hoffnung das es unter der Woche nicht allzu voll werden würde, machten wir uns relativ zeitig auf den Weg. Die Schlange am Eingang hielt sich noch in Grenzen, es stellte sich jedoch relativ schnell Ernüchterung ein, als wir auf dem eigentlichen Palastgelände ankamen und die Massen sahen, die sich über die Höfe, Treppen und Wege zwischen den Gebäuden schoben und drückten. Auf dem Gelände kann man sehr viele prunkvolle und detailreich verzierte Gebäude bestaunen – Es sieht wirklich toll aus! Bis 1946 war dies der Wohnsitz der thailändischen Königsfamilie, mittlerweile leben sie aber in einem anderen Palast in Bangkok. Auf dem Gelände befindet sich unter anderem der Wat Phra Kaeo, der Tempel des Smaragbuddhas („Wat“ bedeutet Tempel). Der Buddha selbst ist sehr klein und fotografieren ist dort nicht erlaubt. Die Hitze und die chinesischen Reisegruppen, die etwas rücksichtslos nur ihre Fotos machen wollten, machten den Besuch etwas anstrengend. Bei dem ersten Bangkok-Besuch sollte der Köngigspalast aber auf jeden Fall auf der To Do-Liste stehen. Im Anschluss gönnten wir uns eine kleine Pause und verspeisten Mango Sticky Rice (eine thailändische Nachspeise) in einem kleinen Laden, der vom Michelin-Guide empfohlen ist.

Nach dem wir uns gestärkt hatten ging es mit dem Tempel „Wat Pho“ weiter, der sich in der Nähe des Königspalastes befindet und für die 46m lange liegende Buddhastatue berühmt ist. Hier war es deutlich ruhiger und entspannter, sodass wir die Tempelanlage in Ruhe bewundern konnten, bis wir am liegenden Buddha ankamen. Dort drängten sich die Menschen, um das perfekte Foto des beeindruckenden Buddhas zu schießen, was gar nicht so leicht ist. Wir begnügten uns mit einem einfachen Bild und überlassen das perfekte Bild lieber den Profis auf Google.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Tempel „Wat Arun“, wieder mit dem Wassertaxi. Dies ist unserer Meinung nach einer der schönsten Tempel Thailands. Auch hier war es relativ ruhig, sodass wir die Anlage in Ruhe entdecken konnten. Der ganze Tempel ist weiß und reich verziert mit bunten Glassteinchen und Fließenstückchen, sehr schön und sehr photogen.

Vom Tempel setzten wir mit der Fähre über nach Chinatown. Dort fühlten wir uns wie in einer anderen Welt: viele enge Gassen mit kleinen Läden, durch die sich Menschen und vollbeladene Roller schlängelten, überall chinesische Schriftzeichen und man konnte allen erdenklichen Krims Krams kaufen. Gegen Abend bauten nach und nach viele Essensstände und Garküchen an der Hauptstraße auf. Nachdem wir uns ein bisschen durchprobiert hatten, machten wir uns zufrieden und mit einem vollen Bauch auf den Rückweg.


Weitere Eindrücke